Wer nach „Tornado ACS" sucht, sucht in der Regel nach einer konkreten Antwort: Was ist das Verfahren, wie funktioniert es, und für welche Objekte ist es geeignet? Dieser Artikel liefert die technische Erklärung — ohne Marketing-Umwege.
Tornado ACS ist das patentierte Vakuumstrahlverfahren von Systeco (siehe unten) für die materialschonende Reinigung gewerblicher Fassaden, Böden und Oberflächen. Das Verfahren arbeitet ohne Hochdruck, ohne Wasser und ohne Chemie — und ist damit für Objekte geeignet, bei denen andere Reinigungsverfahren an ihre Grenzen stoßen.
Was ist Tornado ACS?
Tornado ACS bezeichnet sowohl das patentierte Reinigungsverfahren (siehe unten) als auch die dafür entwickelte Maschinentechnik von systeco. Der Name steht für ein Unterdruck-Strahlverfahren, bei dem Strahlmittel kontrolliert gegen die zu reinigende Oberfläche geführt und noch während des Prozesses zusammen mit Schmutz und Staub durch Unterdruck abgesaugt wird. Ein geschlossener Wirkraum verhindert, dass Strahlmittel oder abgetragener Schmutz unkontrolliert in die Umgebung gelangen.
Das Verfahren ist patentiert und Made in Germany — kein Lizenzprodukt und keine Nachbau-Technik, sondern eine von systeco selbst entwickelte Systemlösung für gewerbliche Anwender: Facility Manager, Hausverwaltungen, Bauunternehmen und kommunale Auftraggeber.
Wie funktioniert das Tornado ACS Vakuumstrahlverfahren?
Das Funktionsprinzip unterscheidet Tornado ACS grundlegend von klassischen Strahlverfahren wie Sandstrahlen oder Nassstrahlverfahren. Statt Strahlmittel offen gegen die Fläche zu schleudern, arbeitet Tornado ACS in einem geschlossenen Kreislaufsystem:
- Strahlkopf mit Dichtungskranz: Der Strahlkopf liegt während der Anwendung direkt auf der Oberfläche auf. Eine umlaufende Bürsten- oder Dichtungslippe schließt den Arbeitsbereich gegen die Umgebung ab.
- Kontrollierter Strahlmittelaustrag: Strahlmittel — je nach Untergrund und Verschmutzung ausgewählt — wird mit definierter, stufenlos regulierbarer Intensität gegen die Fläche geführt.
- Simultane Absaugung durch Unterdruck: Noch während des Strahlvorgangs saugt das System Strahlmittel, abgetragenen Schmutz und Staub sofort wieder ab — es entweicht nichts in die Umgebung.
- Abscheidung und Rückführung: Ein Filter- und Abscheidesystem trennt Strahlmittel von Schmutzpartikeln. Sauberes Strahlmittel kann je nach Verschmutzungsgrad in den Kreislauf zurückgeführt werden, was den Materialverbrauch reduziert.
Das Ergebnis: keine Staubbelastung der Umgebung, kein Abwasser, kein Chemieeinsatz — und eine Strahlintensität, die sich präzise auf das jeweilige Material einstellen lässt. Ausführliche technische Details zum Verfahren finden Sie auf der Seite Tornado ACS Vakuumstrahlverfahren.
Hauptkomponenten des Tornado ACS Systems
- Strahlkopf: Variiert in Größe und Bauform je nach Einsatzbereich (Fassade, Boden, Detailarbeiten) und stellt den dichten Arbeitsbereich her.
- Unterdruckeinheit: Erzeugt den Saugstrom, der Strahlmittel und Schmutz simultan zur Abscheidung transportiert.
- Abscheide- und Filtersystem: Trennt Strahlmittel von Schmutzpartikeln und ermöglicht die kontrollierte Entsorgung des abgetragenen Materials.
- Strahlmittelvorrat: Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Strahlmittel zum Einsatz — von feinkörnig für empfindliche Oberflächen bis gröber für stärker verschmutzte Industrieflächen.
- Steuerungseinheit: Regelt Strahldruck und -intensität stufenlos, sodass sich das System von schonend (Naturstein, historischer Klinker) bis kraftvoll (Industriebeton) einstellen lässt.
Für welche Oberflächen und Verunreinigungen ist Tornado ACS geeignet?
Die Bandbreite der Anwendung ist einer der Gründe, warum Tornado ACS bei Gebäudeverantwortlichen mit gemischten Objektportfolios eingesetzt wird. Zu den regelmäßig behandelten Untergründen zählen:
- Naturstein-Fassaden — empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Frost, daher besonders für ein wasserfreies Verfahren geeignet.
- Klinker-Fassaden — poröses Material, das durch Hochdruckwasser Salzausblühungen entwickeln kann.
- Sichtbeton- und Waschbetonflächen — empfindlich gegenüber unkontrolliertem Druck, gut geeignet für stufenlos regulierbare Strahlintensität.
- Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) — reagieren empfindlich auf mechanischen Druck; Tornado ACS lässt sich entsprechend niedrig einstellen.
- Metall-, Glas- und beschichtete Oberflächen — je nach Beschichtungsart mit angepasster Strahlintensität.
Bei den Verunreinigungen deckt das Verfahren ein breites Spektrum ab: Graffiti auf nahezu allen Untergründen, atmosphärische Ablagerungen und Ruß, biologischen Bewuchs (Algen, Moos, Flechten), Ausblühungen und Salzkrusten sowie Altanstriche und Beschichtungsreste. Die Strahlintensität wird jeweils an Material und Verschmutzungstiefe angepasst — nicht umgekehrt.
Zertifizierungen, Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Für kommunale und öffentliche Auftraggeber ist die Compliance-Frage oft entscheidender als der reine Reinigungseffekt. Tornado ACS punktet hier auf mehreren Ebenen:
- Kein Abwasser: Da das Verfahren ohne Wasser arbeitet, entfällt die Genehmigungspflicht für Abwassereinleitung — relevant in Wasserschutzzonen und auf öffentlichen Verkehrsflächen.
- Kein Chemieeinsatz: Ohne Reinigungschemikalien entfällt die Entsorgung von Sonderabfall aus chemischen Rückständen und die damit verbundene Dokumentationspflicht.
- Geringe Staubemission: Die simultane Absaugung während des Strahlvorgangs reduziert die Staubbelastung der Umgebung erheblich gegenüber offenen Strahlverfahren — relevant für Arbeitsschutz und Nachbarschaftsschutz bei laufendem Betrieb.
- Einsatz bei laufendem Betrieb: Da kein Sprühnebel und keine relevante Staubwolke entstehen, ist der Einsatz in vielen Fällen ohne Vollsperrung oder Evakuierung des Objekts möglich.
Für Denkmalschutzbehörden ist die Reversibilität und Materialschonung des Verfahrens regelmäßig ausschlaggebend für die Genehmigungsfähigkeit — insbesondere im Vergleich zu chemischen oder aggressiven mechanischen Verfahren.
Tornado ACS im Vergleich: Wann ist das Verfahren die richtige Wahl?
Tornado ACS ist kein Allround-Ersatz für jedes Reinigungsverfahren — es ist die richtige Wahl dort, wo andere Verfahren an Grenzen stoßen: bei empfindlichen Materialien, bei Denkmalschutzauflagen, bei laufendem Betrieb oder wenn Chemie- und Wassereinsatz ausgeschlossen sind. Eine ausführliche Gegenüberstellung von Verfahren und Kosten finden Interessierte im Artikel Fassadenreinigung Kosten Gewerbe.
Fazit: Tornado ACS als Referenzverfahren für materialschonende Reinigung
Tornado ACS ist ein patentiertes Vakuumstrahlverfahren, das Reinigung ohne Hochdruck, ohne Wasser und ohne Chemie ermöglicht — kontrolliert, reproduzierbar und materialschonend. Für Facility Manager, Hausverwaltungen und kommunale Auftraggeber mit sensiblen oder denkmalgeschützten Objekten ist das Verfahren häufig die einzige Lösung, die sowohl den Substanzschutz als auch die behördlichen Anforderungen erfüllt.
Sprechen Sie mit uns über Ihr Objekt und erfahren Sie, wie sich Tornado ACS für Ihre konkrete Anwendung einsetzen lässt.
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Fassadenreinigung · Tornado ACS Vakuumstrahlverfahren
Für das konkurrenzlose Vakuum-Strahlverfahren wurden in den wirtschaftlich wichtigsten Ländern folgende Patente erteilt oder Patentanmeldungen eingereicht:
- Europäisches Patent EP 3873699C0 wirksam als Einheitspatent in Österreich, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland,
Frankreich, Deutschland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Portugal, Rumänien, Slowenien und Schweden
- Europäisches Patent EP 3873699B1 wirksam in Spanien, in Großbritannien und der Türkei
- US Patent US 11344996B2
- AT Patent AT 519621B1
- CH Patent CH 713471B1
- RU Patent RU 2807490C2
- Patentanmeldung in Kanada CA 3028404
- Patentanmeldung in Deutschland DE 102022119028.5